Rosen sind rot

Der Rosettennebel ist hier innen blau gefärbt. Außen herum leuchtet ein dichter roter Nebel. Innen wurde der Nebel von neu entstandenen Sternen freigeräumt.

Bildcredit und Bildrechte: Raffaele Calcagno; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Rosen sind rot, Nebel auch. Dieses Geschenk zum Valentinstag ist ein atemberaubender Anblick! Das Bild ist ein liebevoller Blick auf den Rosettennebel (NGC 2237). Er ist eine kosmische Blüte aus hellen, jungen Sternen. Diese sitzen auf einem Stiel aus heißem Gas, das leuchtet. Die blau-weißen Flecken der Rose gehören zu den leuchtkräftigsten Sternen der Galaxis. Einige davon brennen millionenfach heller als die Sonne.

Ihre Sternwinde formen die berühmte Rosenform, indem sie Gas und Staub aus dem Zentrum treiben. Obwohl sie nur wenige Millionen Jahre alt sind, nähern sich diese massereichen Sterne schon dem Ende ihrer Existenz. Die schwächeren Sterne, die in den Nebel eingebettet sind, leuchten hingegen noch Milliarden Jahre.

Die leuchtend rote Farbe stammt von Wasserstoff, das durch das ultraviolette Licht der jungen Sterne ionisiert wird. Das blau-weiße Zentrum der Rose ist falsch eingefärbt, um die Vorkommen von ähnlich ionisiertem Sauerstoff zu zeigen.

Der Rosettennebel erinnert uns an die Schönheit und Verwandlung, die mit dem Gefüge des Universums verwoben sind.

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Orions Schätze über verschneiten Bergen

Unten steht eine Person in einer verschneiten Landschaft und leuchtet mit einer Taschenlampe auf den Boden. Am Horizont dahinter stehen Bäume und schneebedeckte Berge. Am Sternenhimmel oben schimmern mehrere bekannte rote Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Über einem vereisten Tal in der Tatra steht das bekannte Sternbild Orion mit seinen hellen Sternen und berühmten Nebeln. Das Foto entstand in Polens höchstem Gebirge, das im Süden steht. Der dunkle Nachthimmel passt gut zu der gebirgigen Umgebung und zeigt die Schönheit der Erde und unserer Galaxis.

Die Berge sind von Schnee bedeckt. Darüber strahlen die hellen Sterne in Orions Gürtel über einem Himmelsgebiet, das berühmt ist für seine hell leuchtenden interstellaren Gaswolken. Der große Orionnebel ist ein gewaltiges Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist sogar mit freiem Auge sichtbar und leuchtet mitten im Bild. Die riesige Barnard-Schleife (Barnards‘ Loop), eine Wolke aus ionisiertem Wasserstoff, windet sich außen herum. Sie reicht fast um das ganze Sternbild.

Links schimmert das sanfte Leuchten des Rosettennebels. Der gräuliche Hexenkopfnebel steht rechts neben der Bildmitte. Er wird vom Licht naher Sterne erleuchtet. Der orange Riesenstern Beteigeuze am oberen Bildrand bildet die Schulter des Jägers Orion.

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DECam zeigt den Rosettennebel

Der Rosettennebel NGC 2237 ist bildfüllend dargestellt. Außen leuchtet er rot, innen sind gelbe Farbtöne. Innen gibt eine Höhlung den Blick auf einen Sternhaufen und blaue Schwaden frei.

Bildcredit: CTIO, NOIRLab, DOE, NSF, AURA; Bearbeitung: T. A. Rector (U. Alaska Anchorage), D. de Martin (NSF’s NOIRLab) und M. Zamani

Wäre der Rosettennebel mit einem anderen Namen genauso bezaubernd? Die nüchterne Katalogbezeichnung NGC 2237 aus dem New General Catalog (NGC) mindert keineswegs die eindrucksvolle Schönheit dieses blütenförmigen Emissionsnebels. Aufgenommen wurde das Bild von der Dark Energy Camera (DECam) am 4-Meter-Blanco-Teleskop des Cerro Tololo Inter-American Observatory (CTIO) der NSF in Chile.

Mitten im Nebel befindet sich der offene Sternhaufen NGC 2244. Er besteht aus jungen, leuchtkräftigen Sternen. Sie sind vor rund vier Millionen Jahren aus dem umgebenden Nebelmaterial entstanden. Ihre starken Sternwinde haben ein zentrales Loch freigeräumt, das von einer Hülle aus Staub und heißem Gas umgeben ist. Das intensive ultraviolette Licht der heißen Sterne bringt den umliegenden Nebel zum Leuchten und verleiht ihm seine charakteristische, rosengleiche Erscheinung.

Der Rosettennebel erstreckt sich über etwa 100 Lichtjahre und liegt rund 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit einem kleinen Teleskop lässt er sich im Sternbild Einhorn (Monoceros) beobachten – ein faszinierender Anblick.

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Der Rosettennebel in einem weiten Feld

Das Bildfeld ist voller rot leuchtender Nebelschwaden. Dazwischen sind orangefarbene und blaue Wolken verteilt. Rechts unten ist der berühmte Rosettennebel.

Bildcredit: Toni Fabiani Méndez

Findet ihr den Rosettennebel? Der rötliche, blumenartige Nebel über der Bildmitte mag zunächst als heißer Kandidat erscheinen – doch er ist es nicht. Der berühmte Rosettennebel befindet sich tatsächlich rechts unten im Bild. Er ist hier in Blau- und Weißtönen dargestellt und über goldfarbene Filamente mit den übrigen Nebeln verbunden.

Dank des weiten Bildausschnitts und der tiefroten Belichtung scheint das Bild noch viele weitere „Blumen“ im All zu zeigen. Der als NGC 2237 bezeichnete Bereich im Zentrum des Rosettennebels ist von den hellblauen Sternen des offenen Sternhaufens NGC 2244 bevölkert. Ihre stellaren Winde und das energiereiche Licht räumen das Zentrum der Nebelwolke allmählich frei.

Der Rosettennebel ist etwa 5000 Lichtjahre von uns entfernt und erstreckt sich allein über eine Fläche, die etwa dem dreifachen Durchmesser des Vollmondes entspricht. Dieses blütenreiche Himmelsfeld liegt im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Kosmische Rose: NGC 2237 im Einhorn

Von vielen kleinen Sternen umgeben leuchtet der Rosettennebel NGC 2237 mitten im Bild. In der Mitte ist eine Höhlung mit einem Haufen heller Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Harry Karamitsos

Der Rosettennebel NGC 2237 ist nicht die einzige kosmische Gaswolke, die an das Bild einer Blume erinnert, doch er ist wahrscheinlich der berühmteste. Er liegt in etwa 5.000 Lichtjahren Entfernung am Rand einer großen Molekülwolke im Sternbild Monoceros (das Einhorn).

Die Blütenblätter dieser kosmischen Rose sind tatsächlich ein Sternentstehungsgebiet. Winde und Strahlung aus dem zentralen Haufen aus jungen, heißen O-Typ-Sternen formen das symmetrische Erscheinungsbild. Die Sterne in diesem energiereichen Haufen mit der Bezeichnung NGC 2244 sind nur wenige Millionen Jahren jung. Die Aushöhlung im Zentrum des Rosettennebels hat einen Durchmesser von etwa 50 Lichtjahren.

Der Nebel ist bereits mit kleinen Teleskopen zu sehen. Er liegt im Sternbild Monoceros (das Einhorn). Diese natürlich wirkende Aufnahme des Rosettennebels wurde mit Breitband-Farbfiltern gemacht. Doch manchmal sind Rosen doch nicht rot.

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Details im Rosetten-Feld

Ein belebtes Sternfeld enthält mehrere große rote Nebeln. Der Rosettennebel ist rechts unten. Der Nebel um den Kegelnebel links oben ist größer.

Bildcredit und Bildrechte: Olivier Bernard und Philippe Bernhard

Wo ist der Rosettennebel? Der große, rote, blumenförmige Nebel im linken oberen Bildausschnitt mag zwar die offensichtliche Antwort sein. Doch es ist nur diffuser Wasserstoffnebel, der den Konusnebel und den Fuchsfellnebel umgibt.

Der berühmte Rosettennebel befindet sich rechts unten. Er ist mit den anderen Nebeln durch unregelmäßige Filamente verbunden. Das Bild wirkt, als würde es noch weitere Blumen zeigen.

Das Zentrum des Rosettennebels wird als NGC 2237 bezeichnet. Es besteht aus dem offenen Sternhaufen NGC 2244, der aus hellen blauen Sternen besteht. Ihre Winde und ihr energiereiches Licht bringt das Zentrum des Nebels zum Leuchten.

Der Rosettennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Von der Erde aus gesehen ist er ungefähr 3 Vollmonde breit. Dieses Blumenfeld befindet sich im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Wenn Rosen nicht rot sind

Der Rosettennebel wird meist rot dargestellt, hier ist er blau abggebildet. In der Mitte ist eine dunkle Höhlung mit hellen Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Tommy Lease (Astronomische Gesellschaft Denver)

Natürlich sind nicht alle Rosen rot, doch sie können trotzdem hübsch sein. Ähnlich den roten Rosen werden Himmelsobjekte wie der prächtige Rosettennebel und andere Sternentstehungsgebiete in astronomischen Bildern meist hauptsächlich in Rottönen gezeigt. Zum Teil ist das darauf zurückzuführen, dass die dominierende Strahlung im Nebel von Wasserstoffatomen stammt. Die stärkste optische Emissionslinie von Wasserstoff, auch bekannt als H-alpha, liegt im roten Bereich des Spektrums. Doch die Schönheit eines Emissionsnebels sollte nicht unbedingt nur im roten Licht bewundert werden. Auch andere Atome im Nebel werden von energiereichem Sternenlicht angeregt und erzeugen ebenfalls Emissionslinien.

In dieser Nahaufnahme des Rosettennebels wurden Schmalbandaufnahmen in Breitbandfarben abgebildet. Das Bild zeigt Emissionen von Schwefel in rot, Wasserstoff in grün und Sauerstoff in blau. Dieses Farbschema, das die schmalen Emissionslinien der Atome (SHO) in Farben (RGB) umwandelt, kommt bei zahlreichen Hubble-Bildern von Emissionsnebeln zur Anwendung.

Die Aufnahme erstreckt sich über ca. 50 Lichtjahre quer durch das Zentrum des Rosettennebels. Der Nebel befindet sich in etwa 3000 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Orion geht vor der Kamera auf

Das Bild zeigt eine verschneite Landschaft mit einem großen Hügel in der Mitte. Über dem Hügel sind die Sterne und Nebel des Sternbildes Orion zu sehen. Das rote Leuchten der Nebel steht in starkem Kontrast zum dunklen Himmel und dem hellen Schnee.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Ślipko

Wie sieht der aufgehende Orion durch eine Kamera aus?
Zu dieser Zeit des Jahres ist die berühmte Konstellation kurz nach Sonnenuntergang im Südwesten zu sehen. Vielerorts geht das bekannte Sternbild mit seinen berühmten drei Gürtelsternen seitlich liegend auf.

Das Bild zeigt einen großen Himmelsbereich, indem sich auch Orion befindet. Es wurde über einem Berg namens Śnieżka an der Grenze zwischen Polen und Tschechien, fotografiert. Die lange Belichtungszeit bringt viele lichtschwache Objekte zum Vorschein, wie den Orion– und Flammennebel, die beide von der geschwungenen Barnardschleife umschlossen werden.

Die gezeigte Weitwinkelaufnahme hat auch andere Schätze des Nachhimmels eingefangen, wie den blauen Sternhaufen der Plejaden oben im Bild und den roten Rosettennebel links von Orion. Zu den berühmten Sternen im Bild gehören Sirius, Beteigeuze, Rigel und Aldebaran. In den kommenden Monaten wird Orion bei Sonnenuntergang immer höher am Himmel zu sehen sein.

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