Bildcredit: DES/DOE/FNAL/DECam/CTIO/NOIRLab/NSF/AURA; Bildbearbeitung: T.A. Rector (UAA/NOIRLab), R. Colombari und M. Zamani (NOIRLab); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)
Die Südliche Krone (Corona Australis) bezaubert mit einer Fülle aus jungen und uralten Himmelsjuwelen. Die Corona-Australis-Wolke ist eine Ansammlung von Reflexions- und Emissionsnebeln auf der linken Seite des heutigen Bildes.
Mit einer Entfernung von 430 Lichtjahren ist diese Wolke eine der Sternentstehungsregionen, die der Erde am nächsten liegen. Sie enthält Gas, das kalt genug ist (-260 Grad Celsius), um zu Protosternen zu kollabieren. Erst kürzlich entstandene Sterne verleihen der Wolke blaue Farbtöne, da ihr Licht vom umgebenden Material reflektiert wird.
Der Tanz des Doppelsternsystems R Coronae Australis bringt den Nebel NGC 6729 in Bewegung. Der jüngere der beiden Sterne ionisiert das nahegelegene Gas mit seinem ultravioletten Licht und bringt es so zum Leuchten. Der Kugelsternhaufen NGC 6723 (auch bekannt als „Kronleuchter-Haufen“) baumelt oben rechts, ist in Wirklichkeit aber zehntausende Lichtjahre weiter entfernt als seine scheinbare Nachbarregion der Sternentstehung. Obwohl NGC 6723 mehrere Phasen der Sternentstehung durchlief, in denen etwas jüngere Sterne entstanden, funkeln im „Kronleuchter“ Sterne, die fast so alt sind wie das Universum selbst.






