Der Pelikannebel: Gas, Staub und Sterne

Der Pelikannebel wirkt hier dunkler als auf anderen Bildern, weil die dunklen Staubfasern, die ihn gestalten, sehr detailreich abgebildet sind. Er leuchtet blau und wird von dunklen Umrissen gezeichnet. Rechts oben bildet eine orangerot leuchtende Wolke die Grenze.
Bildcredit und Bildrechte: Mark Killion

Der Pelikannebel verändert sich langsam. Offiziell nennt man ihn IC 5070. Eine Molekülwolke, die mit dunklem Staub gefüllt ist, trennt ihn vom größeren Nordamerikanebel. Dieses Bild mit vielen Details entstand in Utah in den USA. Die Aufnahmen dafür wurden insgesamt 25 Stunden belichtet. Dadurch treten prachtvolle Details in den Fasern des Staubs hervor.

Der Pelikannebel bekommt viel Aufmerksamkeit. Er ist nämlich eine besonders aktive Mischung aus Sternbildung und Gaswolken, die sich entwickeln. Das Licht junger Sterne mit viel Energie verwandelt das kalte Gas langsam in heißes Gas. Die Grenze dazwischen rückt langsam vor. Man bezeichnet sie als Ionisationsfront. Sie leuchtet rechts oben hell in Orange. Besonders dichte Ranken aus kaltem Gas bleiben übrig.

Der Dunkelnebel LDN 935 bildet die Grenze für den Pelikannebel. In Millionen Jahren kennt man ihn vielleicht nicht mehr als Pelikan. Denn das Verhältnis und die Platzierung von Sternen und Gas lässt sicherlich etwas zurück, das ganz anders aussieht.

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Der Löwenkopfnebel auf Bildern des JWST

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bildbearbeitung: Alyssa Pagan (STScI); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Blicken wir auf die Zukunft unserer Sonne? Das James Webb Weltraumteleskop hat unser heutiges Bild des Löwenkopfnebels (NGC 2392) aufgenommen. Es besteht aus Aufnahmen der Instrumente NIRCam und MIRI. Der Löwenkopfnebel ist das Überbleibsel eines sonnenähnlichen Sterns. Der Stern konnte die Kernfusion in seinem Inneren nicht mehr aufrechterhalten und wurde dadurch instabil. Er begann seine äußeren Schichten aus Gas und Staub in den Weltraum hinaus zu schleudern. So ist dieser planetarische Nebel entstanden. Der extrem heiße Kern des Sterns blieb zurück: ein weißer Zwerg. Er ist in der Nase des Löwen zu sehen. Bitte die Nase nicht anstupsen! Die starke Strahlung des weißen Zwergs bringt das Gas zum Leuchten. Es dehnt sich aus und erzeugt so die unregelmäßigen Blasen, die das Gesicht des Löwen bilden. Eine leuchtende Gaswolke und dichte Staubklumpen, die die Strahlung des weißen Zwergs überlebt haben, bilden die Löwenmähne. Dieser neue und sehr detaillierte Blick auf den Nebel hilft uns, ihn besser zu verstehen. Wir lernen daraus, wie das Gas und der Staub miteinander und mit dem Licht des weißen Zwergs wechselwirken.

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Perseïden über einem kleinen Planeten

Ein kleiner Planet ist von einem hellen Leuchten umgeben. Oben wölbt sich die Milchstraße, und Tausende Meteore blitzen über den Himmel. Die Bahnen der Meteore sind gekrümmt, wegen der Projektion.
Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Das Bild ist eine Rückschau auf den Meteorschauer der Perseïden von 2024. Auf dieser Projektion umrahmen ihn die Bieszczady, ein Gebirgszug der Karpaten in Polen. Am Himmel wölbt sich der Bogen der Milchstraße mit mehreren roten Nebeln und über hundert Meteoren. Sie zeigen zum Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseïden sieht man im Sommer auf der Nordhalbkugel gut. Sie sind sehr beliebt. Meteorströme im Winter zu beobachten ist weniger angenehm. Dieses Jahr bieten sie wohl ein noch beeindruckenderes Spektakel als sonst, denn der Höhepunkt fällt auf den Neumond.

Der Meteorschauer der Perseïden 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt. Wir erwarten 50 bis 100 Meteore pro Stunde. Die Erde durchquert dann auf ihrer Bahn die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlässt. Die beste Zeit, um die Meteore zu beobachten, ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Um die Meteore zu beobachten, braucht man kein Fernglas. Doch ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

Heute ist eine totale Sonnenfinsternis! Weitere Info gibt es hier (engl).

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Meteor verdampft und zieht eine Spur im Eidechsen-Nebel

Eine helle Spur zischt quer durchs Bild. Dahinter leuchten blasse rote Nebelwolken am sternklaren Himmel im Sternbild Eidechse.
Bildcredit und Bildrechte: Tom Burnett

Was passiert mit diesem Meteor? Die helle Meteorspur tauchte blitzschnell auf und verschwand wieder, während eine lang belichteten Aufnahme des großen Eidechsen-Nebels entstand. Der Eidechsen-Nebel leuchtet mitten im Bild in blassem Rot. Er liegt nahe beim Zentrum der Milchstraße.

Der Meteoroid war vermutlich ein kleiner Stein. Er leuchtete auf, weil er die umgebende Luft der Erdatmosphäre aufheizte und anregte. Dabei verdampfte er und hinterließ Gas und Staub, das der Wind verwehte. Die Farben des Nebels liefern Hinweise, woraus er bestand. Das Bild entstand letzten Monat an den Death-Valley-Observatorien in Nevada (USA).

Dieser Monat eignet sich besonders gut, um Meteore zu sehen. Aktuell sind drei Meteorströme aktiv, doch sie wetteifern derzeit mit dem Licht des hellen Dreiviertelmondes um Sichtbarkeit. Die Perseïden sind der aktivste dieser Ströme. Sie erreichen den Höhepunkt in etwa 10 Tagen. Dann ist der Mond sehr viel dunkler. Dieses Jahr fällt der Höhepunkt der Perseïden nämlich nicht nur fast genau auf Neumond. An manchen Orten gibt es sogar eine totale Sonnenfinsternis.

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Der Blasen-Nebel NGC 7635

Umgeben von rot leuchtenden Rändern dunkler Wolken schimmert in der Mitte eine Blase. Sie wirkt sehr zart, doch sie entstand durch gewaltige Prozesse.
Bildcredit und Bildrechte: Paweł Piechnik

Wie entstand diese riesige Blase im All? Der Wind eines Sterns hat die reizende Erscheinung geblasen. Sie erinnert an einen Kopf. Katalogisiert ist sie als NGC 7635, doch man kennt sie simpel als Blasennebel.

Diese Ansicht entstand in Krakau in Polen. Eine lang belichtete Aufnahme brachte die faszinierenden Details der kosmischen Blase und ihrer Umgebung zum Vorschein. Die Blase ist 10 Lichtjahre groß. Sie wirkt sehr zart, doch es gibt Hinweise auf gewaltsame Prozesse, die dort im Gange sind.

Rechts neben dem Zentrum der Blase ist ein heller, heißer Stern in den reflektierenden Staub des Nebels gehüllt. Er besitzt wahrscheinlich die 10- bis 20-fache Masse der Sonne. Sein heftiger Sternwind und seine intensive Strahlung höhlten die Struktur aus leuchtendem Gas in das dichtere Material der Molekülwolke, die ihn umgibt.

Der faszinierende Blasennebel ist an die 11.000 Lichtjahre entfernt und liegt im stolzen Sternbild Kassiopeia.

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RCW 86, ein historischer Supernova-Überrest

Die rötlich leuchtenden Fasern vor dicht verteilten Sternen gehören vielleicht zum Überrest der ältesten Supernova, von der je berichtet wurde. Die Berichte stammen aus China. Sie liegt im Sternbild Zentaur.
Bildcredit und Bildrechte: David Cowland

Im Jahr 185 n. Chr. berichteten chinesische Astronomen, dass in der Sterngruppe Nanmen ein neuer Stern aufleuchtete. Auf heutigen Sternkarten liegt dieser Teil des Himmels im südlichen Sternbild Zentaur. Monatelang sah man den neuen Stern mit bloßem Auge, ehe er verblasste und verschwand – so die Aufzeichnungen. Heute hält man ihn für die früheste Supernova der berichtet wurde.

Dieses Bild aus dem 21. Jh. entstand mit einem Teleskop. Es zeigt die feinen Umrisse des blassen Emissionsnebels vor dem Hintergrund aus Sternen. Man fand heraus, dass er der Überrest dieser historischen Sternexplosion ist. Der Nebel ist als RCW 86 katalogisiert. Seine rissige Form ist ungefähr kreisförmig und besteht aus interstellarem Gas, das von der Stoßwelle der Supernova ionisiert wird. Die Welle breitet sich immer noch aus.

Bilder aus dem All zeigen, dass RCW 86 große Mengen des Elements Eisen enthält. Doch im Überrest findet man keinen Neutronenstern oder Pulsar. Daher zählte die Supernova vermutlich zum Typ Ia. Bei manchen Supernovae kollabiert der Kern eines massereichen Sterns. Doch eine Supernova vom Typ Ia ist die thermonukleare Detonation eines Weißen Zwergs in einem Binärsystem, welcher zuvor Materie von seinem Begleiter ansammelte.

Der Supernovaüberrest RCW 86 liegt nahe an der Ebene unserer Milchstraße. Er ist am Himmel größer als der Vollmond und zu blass, als dass man ihn mit bloßem Auge sehen könnte. RCW 86 ist etwa 8000 Lichtjahre entfernt und an die 100 Lichtjahre groß.

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Molekülwolke bei der Südlichen Krone und der Kronleuchter-Haufen

Dichte und gefaserte Wolken ziehen durch die linke Seite des Bildes. Helle Sterne leuchten durch den Nebel. Wenige Sterne leuchten heller als der Rest. Rechts oben leuchtet ein dichter Sternhaufen. Der Hintergrund ist voller Sterne.

Bildcredit: DES/DOE/FNAL/DECam/CTIO/NOIRLab/NSF/AURA; Bildbearbeitung: T.A. Rector (UAA/NOIRLab), R. Colombari und M. Zamani (NOIRLab); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Die Südliche Krone (Corona Australis) bezaubert mit einer Fülle aus jungen und uralten Himmelsjuwelen. Die Corona-Australis-Wolke ist eine Ansammlung von Reflexions- und Emissionsnebeln auf der linken Seite des heutigen Bildes.

Mit einer Entfernung von 430 Lichtjahren ist diese Wolke eine der Sternentstehungsregionen, die der Erde am nächsten liegen. Sie enthält Gas, das kalt genug ist (-260 Grad Celsius), um zu Protosternen zu kollabieren. Erst kürzlich entstandene Sterne verleihen der Wolke blaue Farbtöne, da ihr Licht vom umgebenden Material reflektiert wird.

Der Tanz des Doppelsternsystems R Coronae Australis bringt den Nebel NGC 6729 in Bewegung. Der jüngere der beiden Sterne ionisiert das nahegelegene Gas mit seinem ultravioletten Licht und bringt es so zum Leuchten. Der Kugelsternhaufen NGC 6723 (auch bekannt als „Kronleuchter-Haufen“) baumelt oben rechts, ist in Wirklichkeit aber zehntausende Lichtjahre weiter entfernt als seine scheinbare Nachbarregion der Sternentstehung. Obwohl NGC 6723 mehrere Phasen der Sternentstehung durchlief, in denen etwas jüngere Sterne entstanden, funkeln im „Kronleuchter“ Sterne, die fast so alt sind wie das Universum selbst.

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NGC 3576: Nebel der Freiheitsstatue

Ein Nebel, dessen Form an die Freiheitsstatue erinnert, ist von orangefarbenen Schleifen umgeben. Dazwischen sind dunkle Nebelfetzen verteilt. Hinten ziehen blaue und rötliche Nebelfetzen über den Himmel. Die Region ist von Sternen gesprenkelt.
Bildcredit und Bildrechte: Logan Carpenter

Was passiert mit dem Nebel der Freiheitsstatue? Darin entstehen helle Sterne und interessante Moleküle, die freigesetzt werden. Der komplexe Nebel liegt in einer Sternbildungsregion. Man nennt ihn RCW 57, aber auch NGC 3576, NGC 3582 oder NGC 3584. Der Nebel erinnert manche Leute an ein ikonisches Denkmal. Für andere sieht er aus wie ein fliegender Superheld oder ein weinender Engel.

Dieses Farbbild wurde neu bearbeitet. Es zeigt dichte Knoten aus dunklem Staub zwischen den Sternen in der Region. Diese ionisieren Felder aus leuchtendem Wasserstoff. Vergehende Sterne stoßen riesige Schleifen aus Gas aus.

Die Region wurde genau untersucht. Das brachte mindestens 33 Sterne mit viel Masse zum Vorschein, die gerade erst entstehen. Man fand auch komplexe Kohlenstoffmoleküle, die man polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nennt. Vermutlich entstehen PAK, wenn das Gas in Regionen mit Sternbildung abkühlt. PAK entstanden wohl auch in dem Nebel, aus dem die Sonne vor fünf Milliarden Jahren hervorging. Das war ein wichtiger Schritt, damit sich auf der Erde Leben entwickeln konnte.

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