Dämmerung am westlichen Himmel

Über den Silhouetten von Felsen leuchten der schmale Sichelmond mit Erdschein und die Planeten Venus und Merkur zwischen dunklen Wolkenstreifen am Himmel in der Dämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Die schmale Mondsichel und die inneren Planeten Venus und Merkur sind am Himmel der Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Diese stimmungsvolle Landschaft am Himmel wurde am 18. März fotografiert. Hier bilden sie eine Reihe in der abklingenden Abenddämmerung am westlichen Horizont.

Die himmlische Szene war auf der ganzen Welt zu bewundern. Auf diesem Bild des Trios steht der blassere Merkur ganz rechts über den Felsen im Big-Bend-Nationalpark. Er liegt im Südwesten von Texas. Heute Nacht ist der Mond voll, er geht also gegenüber der Sonne auf. Um Mitternacht steht er hoch am Himmel nahe beim hellen Stern Spica.

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Die Nadelöhrgalaxie NGC 247 und ihre Freundinnen

Rechts ist die Galaxie NGC 247. Sie hat eine kahle Stelle in den Spiralarmen, daher erinnert ihr Aussehen an ein Nadelöhr. Links unten ist eine Kette aus mehreren Galaxien, von denen mindestens zwei miteinander wechselwirken.

Bildcredit und Bildrechte: CHART32 Team, BearbeitungJohannes Schedler

Die Spiralgalaxie NGC 247 ist etwa 70.000 Lichtjahre groß, also etwas kleiner als unsere Milchstraße. Die gemessene Entfernung beträgt nur 11 Millionen Lichtjahre, Sie ist also relativ nahe. Wir sehen die Galaxie, die dieses Teleskopfeld bestimmt, fast von der Seite. Sie liegt im südlichen Sternbild Walfisch.

Auf einer Seite hat die Scheibe der Galaxie eine ausgeprägte Leere. So bekam sie ihren gängigen Namen Nadelöhrgalaxie. Das scharfe Porträt zeigt auch viele Galaxien im Hintergrund. Links unter NGC 247 verläuft zum Beispiel eine markante Kette aus vier Galaxien. Es ist die Burbidge-Kette.

Die Galaxien der Burbidge-Kette sind ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt. Das detailreiche Bild zeigt, dass zwei Galaxien links in der Kette miteinander wechselwirken. Sie sind durch eine blasse Materiebrücke verbunden. NGC 247 und die glänzende Spirale NGC 253 gehören zur Sculptor-Galaxiengruppe.

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NGC 2023 im Schatten des Pferdekopfes

Der Nebel NGC 2023 um einen jungen Stern in der Mitte ist von hübschen blauen, roten und dunklen Nebeln umgeben. Weil er so nahe beim Pferdekopfnebel liegt, wird er nur selten allein abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Mazlin, Mark Hanson, Warren Keller, Rex Parker, Tommy Tse und Peter Proulx (SSRO / PROMPT / CTIO)

NGC 2023 wird von einem hellen jungen Stern in Orions staubigen Molekülwolken geformt. Er liegt in der Nähe der dramatischen Silhouette des Pferdekopfnebels und wird daher häufig übersehen. Doch für sich genommen ist er ein schöner Emissions- und Reflexionsnebel, in dem Sterne entstehen. Er ist nur 1500 Lichtjahre entfernt.

Hier ist eins der seltenen Porträts von NGC 2023. Es zeigt überraschend farbenfrohe und komplexe Fasern mit vielen Details. Die Emissionen, die darin verteilt sind, stammen von Herbig-Haro-Objekten in der Region. Sie stammen von den energiereichen Strahlströmen neu entstandener Sterne.

Das scharfe Teleskopbild ist in der geschätzten Entfernung von NGC 2023 etwa 10 Lichtjahre breit. Rechts außerhalb des Bildrandes liegt der bekanntere kosmische Pferdekopf.

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Der Blaue Mond und der Baum

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Gibt es so eine Anordnung nur alle heiligen Zeiten? Nein. Doch diese Einzelaufnahme wurde bei „blauem Mond“ fotografiert. Ende Jänner knipste der Fotograf diese Anordnung bei Vollmond. Es war der zweite des Monats und wird daher als „blauer Mond“ bezeichnet. Für die Aufnahme lief er schnell umher, um einen Punkt zu finden, wo der Mond im Hintergrund hinter dem Bogen eines Baumes im Vordergrund zu sehen war.

Leider gab es keine andere Möglichkeit, als sich in den Schlamm zu werfen und die Kamera auf einem Zaun aus Stacheldraht abzustellen. Zuvor schufen hungrige Kühe den Bogen in der Eiche, die in Knight’s Ferry in Kalifornien in den USA steht.

Solche skurrilen Anordnungen mit Mond und Baum gibt es bei jedem Vollmond, wenn man genug Zeit und Planung investiert. Eine neue Gelegenheit bietet sich dieses Wochenende. Dann geht wieder ein „blauer Mond“ auf. Es ist schon der zweite „blaue“ Mond des Jahres 2018. Somit ist dieser Monat der zweite des Jahres, in dem zwei Vollmonde auftreten. Jahre mit zwei blauen Monden sind recht selten. Das letzte solche Jahr war 1999, das nächste ist 2037.

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Mars zwischen den Nebeln

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Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Zwischen dem Lagunen- und dem Trifidnebel ist ein heller roter Fleck. Was ist es? Der Mars. Das detailreiche bunte Himmelsbild zeigt, wie der Rote Planet zwischen den beiden bekannten Nebeln durchzieht. Charles Messier, der kosmische Archivar des 18. Jahrhunderts, katalogisierte die Nebel als M8 und M20.

M20, der Trifidnebel, liegt rechts über der Mitte. Er zeigt einen markanten Kontrast aus Rot, Blau und dunklen Staubbahnen. Rechts unten breitet sich das weite, rote Leuchten von M8 aus, dem Lagunennebel. Beide Nebel sind nur ein paar Tausend Lichtjahre entfernt. Zum Vergleich: Zwischen den beiden steht vorübergehend der Mars als markantes „lokales“ Himmelslicht. Als der Rote Planet letzte Woche fotografiert wurde, war er nur etwa 10 Lichtminuten entfernt.

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Der Coma-Galaxienhaufen

Fast jeder dieser verschwommenen Flecken ist eine Galaxie. Eine klare Ausnahme ist der helle, blaue Lichtpunkt mit vier Zacken rechts oben. Die Galaxien gehören zum Coma-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike.

Bildcredit: Russ Carroll, Robert Gendler und Bob Frank; Dan Zowada Memorial Observatory

Fast jedes Objekt auf diesem Bild ist eine Galaxie. Es zeigt den Coma-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike. Er ist einer der dichtesten Haufen, die wir kennen, und enthält Tausende Galaxien. In jeder dieser Galaxien befinden sich Milliarden Sterne, genau wie unsere Milchstraße.

Verglichen mit den meisten anderen Galaxienhaufen ist er recht nahe. Trotzdem braucht das Licht des Comahaufens immer noch Hunderte Millionen Jahre, bis es uns erreicht. Der Comahaufen ist so groß, dass Licht Millionen Jahre braucht, nur um von einer Seite bis zur anderen zu gelangen.

Die meisten Galaxien in Coma und anderen Haufen sind elliptisch. Außerhalb von Haufen sind die meisten Galaxien spiralförmig. Die Natur von Comas Strahlung im Röntgenspektrum ist Gegenstand der Forschung.

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Ankündigung der Nova Carinae 2018

Ein rot leuchtender Nebel links unten ist von dicht verteilten Sternen überlagert. Rechts oben leuchten zwei helle Sterne, einer davon ist mit einem Pfeil markiert. Es ist die Nova Carinae 2018.

Bildcredit und Bildrechte: A. Maury und J. Fabrega

Wie hell wird die Nova Carinae 2018? Die Nova wurde erst letzte Woche entdeckt. Sie ist als ASASSN-18fv katalogisiert. Zwar treten Novae regelmäßig überall im Universum auf. Doch diese Nova ist am irdischen Himmel so ungewöhnlich hell, dass man sie auf der Südhalbkugel derzeit leicht mit einem Fernglas sieht.

Die Nova ist mit einem Pfeil markiert. Sie liegt nahe beim malerischen Carinanebel. Eine Nova vom Typ Ia ist eine thermonukleare Explosion auf der Oberfläche eines Weißen Zwergs. Für gewöhnlich wird sie ausgelöst, nachdem der Weiße Zwerg eine bestimmte Menge Materie eines Begleitsterns ansammelt hat. Doch die Details dieses Ausbruchs sind noch unbekannt.

Astronom*innen beobachten diesen ungewöhnlichen Sternausbruch in den nächsten Wochen, um zu sehen, wie sich die Nova Carinae 2018 entwickelt. Vielleicht wird sie hell genug für eine Beobachtung mit bloßem Auge.

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NGC 602 und seine Umgebung

Wie kleine Juwelen auf einem Samttuch glitzern die Sterne des offenen Sternhaufens NGC 602 mitten im Bild. Sie sind von einer Nebelwolke umgeben, die von den Sternen zurückgedrängt wurde.

Bildcredit: Röntgen – Chandra: NASA/CXC/Univ.Potsdam/L.Oskinova et al; Optisch – Hubble: NASA/STScI; Infrarot – Spitzer: NASA/JPL-Caltech

Der Sternhaufen NGC 602 ist 5 Millionen Jahre jung. Er liegt am Rande der Kleinen Magellanschen Wolke, das ist Begleitgalaxie der Milchstraße, die etwa 200.000 Lichtjahre entfernt ist. Dieses faszinierende Hubblebild der Region wurde durch Bilder in Röntgenlicht von Chandra sowie Infrarot von Spitzer erweitert. Darauf liegt NGC 602 inmitten von Staub und Gas, in dem er entstand.

Die fantastischen Ränder und zurückgefegten Formen sind starke Hinweise, dass die energiereiche Strahlung und die Stoßwellen der massereichen jungen Sterne in NGC 602 die staubige Materie erodiert haben. Dabei lösten sie eine fortschreitende Sternbildung aus, die vom Haufenzentrum auswärts wandert.

Das Bild ist in der geschätzten Entfernung der Kleinen Magellanschen Wolke ungefähr 200 Lichtjahre breit. Diese scharfe, vielfarbige Ansicht zeigt auch ein reizendes Sortiment an Galaxien im Hintergrund. Sie liegen Hunderte Millionen Lichtjahre oder mehr hinter NGC 602.

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