Der Hydra-Galaxienhaufen

Links unten und rechts oben strahlen zwei helle Sterne mit Zacken. Dahinter sind viele Galaxien verteilt, etliche davon sind sehr klein.
Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Zwei Sterne in der Milchstraße leuchten auf diesem kosmischen Schnappschuss. Es sind helle Lichter mit Zacken, die wie Wächter wirken. Hinter den Sternen tummeln sich Galaxien, sie gehören zum Hydra-Galaxienhaufen. Die Sterne sind nur wenige Hundert Lichtjahre von uns entfernt. Dagegen beträgt die Distanz zu den Galaxien über 100 Millionen Lichtjahre!

Drei große Galaxien prägen den Zentralbereich: die beiden gelben elliptischen Galaxien NGC 3311 und NGC 3309 sowie die blaue Spiralgalaxie NGC 3312. Jede dieser Galaxien misst etwa 150.000 Lichtjahre. Links über NGC 3312 sind zwei Galaxien, die einander überlappen. Sie sind als NGC 3314 katalogisiert.

Der Hydra-Galaxienhaufen hat auch den Namen Abell 1060. Er ist einer der drei größten Galaxienhaufen in der Umgebung von 200 Millionen Lichtjahren. Im nahen Universum bindet die Gravitation große Galaxienhaufen aneinander. Die Haufen gehören zu noch größeren Strukturen. Man nennt sie Superhaufen. Selbst diese gewaltigen Strukturen sind anscheinend über noch größere Distanzen gebunden.

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NGC 3660 und Burçins Galaxie

In diesem Sternenfeld liegen zwei markante Galaxien. Oben ist eine helle Spiralgalaxie mit mehreren blauen Spiralarmen und einer Supernova. Unten ist eine blassere, runde Galaxie mit einem hellen Zentrum, die zwei Ringe aus Sternen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, El Sauce Obs.

Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken aus Sternen, Staub und Gas.

Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff rechts neben dem Balken. Sie wurde zufällig entdeckt, als diese farbige Aufnahme mit vielen Details entstand.

Burçins Galaxie ist weiter unten. Sie ist als LEDA 1000714 katalogisiert. Ihr Zentrum sieht wie eine alte elliptische Galaxie aus. Eigenartig ist, dass diese Galaxie nicht von einem, sondern sogar von zwei Ringen aus Sternen umgeben ist. Doch wie ist Burçins Galaxie entstanden? Dieses Rätsel wird nach wie vor erforscht. Wahrscheinlich hat sie eine oder mehrere kleinere Galaxien aufgenommen.

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Markarjans Kette

Eine Kette aus Galaxien verläuft diagonal durchs Bild - von rechts unten nach links oben. Sie wird Markarjans Kette genannt, zu der auch Markarjans Augen gehört.
Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Diese Teleskopansicht zeigt eine Kette von Galaxien, die nahe beim Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens verläuft. Man nennt sie Markarjans Kette. Sie beginnt bei den markanten linsenförmigen Galaxien M84 (im Bild unten) und M86 (rechts unten). Von dort lässt sich der sanfte Bogen der Kette nach links oben verfolgen. Mitten im Bild befinden sich die beiden Galaxien NGC 4438 und NGC 4435, die miteinander wechselwirken. Man nennt sie auch Markarjans Augen.

Die Entfernung zum Virgo-Haufen wird auf 50 Millionen Lichtjahre geschätzten. Damit ist er der am nächsten gelegene Galaxienhaufen. Er enthält bis zu etwa 2000 Galaxien und übt einen spürbaren gravitativen Einfluss auf unsere Lokale Galaxiengruppe aus.

Mindestens sieben Galaxien in Markarjans Kette bewegen sich anscheinend gemeinsam durch den Virgo-Haufen. Andere Mitglieder sind womöglich nur zufällig Teil der Kette.

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Die merkwürdige elliptische Galaxie Centaurus A

Die elliptische Galaxie Centaurus A wird von riesigen Hüllen aus Staub und Sternen umgeben. Über ihr Zentrum zieht eine undurchsichtige Staubbahn, nach rechts oben strömt ein Teilchenstrahl.
Bildcredit und Bildrechte: Jean-Christophe Dalouzy et al., das Team des SADR-Observatoriums

Was ist im Zentrum dieser Galaxie passiert? Auffällige Staubstreifen ziehen über das Zentrum der ungewöhnlichen elliptischen Galaxie Centaurus A. Diese Staubbahnen sind so dicht, dass sie das Zentrum der Galaxie im sichtbaren Licht fast vollständig verdecken. Das ist sehr ungewöhnlich.

Die alten Sterne und die ovale Form von Centaurus A sind typisch für riesige elliptische Galaxien. Doch dieser Galaxientyp enthält für gewöhnlich wenig dunklen Staub. Die detailreiche Aufnahme zeigt vorne ein komplexes Netzwerk aus Gas und Staub. Mehrere Hüllen aus blassen Sternen umgeben die Galaxie. Rechts oben ist ein Jet.

Cen A ist auch als NGC 5128 bekannt. Eine galaktische Kollision führte zu ihrem Entstehen. Diese führte auch zu vielen neuen Sterne, die Staub erzeugen. Wie das aktive Zentrum und die gewaltigen Staubstreifen entstanden sind, wird noch erforscht. Cen A ist 13 Millionen Lichtjahre entfernt und somit die nächstgelegene aktive Galaxie.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Galaxien im Fluss: NGC 1300 und NGC 1297

Links unten ist eine prachtvolle Spiralgalaxie mit markantem Zentralbalken und ausladenden Spiralarmen. Oben in der Mitte schimmert eine elliptische Galaxie.

Bildcredit und Bildrechte: Dietmar Hager, Eric Benson

Die Spirale NGC 1300 und die elliptische Galaxie NGC 1297 liegen am Ufer des Flusses Eridanus, einem südlichen Sternbild. Beide sind mindestens 70 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie gehören zum Eridanus-Galaxienhaufen.

Links unten auf dem scharfen Gruppenfoto mit Galaxien sehen wir NGC 1300 von oben. Sie ist 100.000 Lichtjahre groß. Ihre ausladenden Spiralarme sind eine Pracht. Wie auch andere Spiralgalaxien, zum Beispiel unsere Milchstraße, hat NGC 1300 einen markanten Zentralbalken und enthält vermutlich ein sehr massereiches zentrales Schwarzes Loch.

Die große elliptische Galaxie NGC 1297 schimmert oben. Sie etwas weiter entfernt und wirkt kontrastreich. Ihre Form ist fast eine Kugel. In elliptischen Galaxien gibt es kaum aktive Sternbildung. Die Sternpopulation in NGC 1297 ist älter. Sie entstand wohl, als Spiralgalaxien mit ihr kollidierten und verschmolzen.

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NGC 1275 im Perseus-Galaxienhaufen

Viele elliptische Galaxien füllen das Bild, nur einige wenige haben eine Spiralstruktur. In der Mitte ist eine besonders auffällige Galaxie, weil rote und blaue Fäden von ihr ausgehen. Es ist die aktive Galaxie NGC 1275 im Perseus-Galaxienhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Michal Wierzbinski, Hellas-Sky

Die aktive Galaxie NGC 1275 ist das zentrale große Mitglied im großen Perseus-Galaxienhaufen, der relativ nahe ist. Schon im sichtbaren Licht erscheint sie fast „wild“. Die aktive Galaxie ist eine gewaltige Quelle für Röntgenstrahlung und Radiowellen. NGC 1275 sammelt Materie an, indem ganze Galaxien in sie hineinfallen. Sie speisen am Ende ein sehr massereiches Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie.

Dieses scharfe Teleskopbild entstand aus Schmalband-Bilddaten. Sie betonen die galaktischen Trümmer und Filamente aus leuchtendem Gas, die bei dem Tumult entstehen. Einige davon sind bis zu 20.000 Lichtjahre lang. Die Filamente in NGC 1275 bleiben bestehen, obwohl die heftigen galaktischen Kollisionen sie eigentlich zerstören müssten.

Was hält diese Filamente zusammen? Die Aktivität des Schwarzen Lochs drückt die Strukturen vom dem Zentrum der Galaxie nach außen. Es gibt Hinweise aus Beobachtungen, dass Magnetfelder diese Strukturen stabilisieren. NGC 1275 ist auch als Perseus A bekannt. Sie ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit und etwa 230 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Andromeda und ihre Freundinnen

Die Andromedagalaxie liegt schräg im Bild. Links oben ist die Galaxie M32, unten die Galaxie M110. Im Bild verlaufen rot leuchtende Staubranken.

Bildcredit und Bildrechte: Piotr Czerski

Diese prachtvolle Himmelslandschaft liegt außerhalb unserer Galaxis. Sie zeigt die Andromeda-Galaxie. Diese große Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße am nächsten gelegen. Sie wurde als Messier 31 (M31) katalogisiert. Zusammen mit Messier 32 (M32) und Messier 110 (M110) bildet sie eine Dreiergruppe von Objekten aus dem Messier-Katalog. Sie befinden sich im selben Gesichtsfeld.

In diesem Bild befindet sich M32 links vom hellen Kern der Andromeda-Galaxie. M110 liegt rechts darunter. M32 und M110 sind beides elliptische Galaxien und Begleitgalaxien der größeren Andromeda-Galaxie.

Für dieses Bild wurden 60 Stunden Aufnahmen mit Breitband- und Schmalbandfiltern kombiniert. Die tiefbelichtete Teleskopansicht macht faszinierende Details sichtbar. Dazu zählen Staubbänder, junge Sternhaufen und Sternentstehungsgebiete an den Spiralarmen der Andromeda-Galaxie. Vorne befinden sich lichtschwache Wolken aus leuchtendem Wasserstoff. Derzeit sind die Andromeda-Galaxie und ihre beiden Begleiter etwa 2,5 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße, unserer eigenen großen Spiralgalaxie, entfernt.

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Hubble zeigt einen hufeisenförmigen Einstein-Ring

Um eine elliptische gelbe Galaxie biegt sich ein blauer Ring. Es ist das verzerrte Abbild einer Galaxie, die viel weiter entfernt ist. Die gelbe Galaxie im Vordergrund wirkt dabei wie eine Linse, die das Licht bricht.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Was ist groß und blau und kann sich um eine ganze Galaxie biegen? Die Fata Morgana einer Gravitationslinse. Im Vordergrund liegt eine massereiche elliptische Galaxie (leuchtend rote Galaxie: LRG). Sie verzerrt mit ihrer Gravitation das Licht der blauen Galaxie, die viel weiter entfernt ist, zu einem leuchtenden Bogen.

Normalerweise führt so eine Verbiegung des Lichtwegs zu zwei getrennten Bildern der weiter entfernten Galaxie. Doch in diesem Fall ist die räumliche Anordnung der Linse so genau, dass die Galaxie im Hintergrund zu einem Hufeisen verzerrt wird. Die Form ist sogar fast ein geschlossener Einsteinring.

LRG 3-757 wurde zwar schon 2007 in den Daten der Sloan Digital Sky Survey (SDSS) entdeckt. Doch dieses Bild wurde erst bei einer nachfolgenden Beobachtung mit dem Weltraumteleskop Hubble mit der Wide Field Camera 3 aufgenommen.

Die zentrale Galaxie, welche die Linse bildet, wurde kürzlich erneut untersucht. Dabei zeigte sich, dass sie ein einzelnes Schwarzes Loch enthält. Es soll 36 Milliarden Sonnenmassen besitzen.

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