Iapetus: Saturns bemalter Mond

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Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Was ist mit dem Saturnmond Iapetus geschehen?

Weite Regionen dieser befremdlichen Welt sind dunkel wie Kohle, während andere hell wie Schnee sind. Um diesen ungewöhnlich getönten Mond besser zu verstehen, hat die NASA 2007 das robotische Raumschiff Cassini dort hingeschickt. Es umkreiste Saturn und stützte bis auf 2000 kilometers auf ihn zu.

Hier abgebildet ist die stets hinten laufende Seite von Iapetus aus einer Entfernung von ca. 75.000 Kilometern. Ein großer Einschlagskrater im Süden durchmisst 500 Kilometer und erscheint einem älteren Krater von ähnlicher Größe überlagert.

Man sieht wie das dunkle Material mehr und mehr von dem östlichsten Teil von Iapetus bedeckt und dort die Krater und Hochländer gleichermaßen abdunkelt. Eine führende Hypothese ist, dass das dunkle Material überwiegend eine Form von kohlenstoffreichem Boden ist. Sie soll übrig geblieben sein, als relativ warmes, dreckiges Eis sublimierte. Eine ursprüngliche Bedeckung dieses dunklen Materials könnte dann durch die Ablagerung von Trümmerteilen aufgemalt worden sein, die von Meteoriten von anderen Monden freigesetzt wurden.

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Vorbeiflug am Neptunmond Triton

Videocredit: NASA; JPL, Voyager 2, Digital-Komposition: Paul Schenk (LPI, USRA)

Was würde man wohl sehen, wenn man an Triton vorbeifliegen könnte? Nur eine einzige Raumsonde hat das bislang geschafft. Dieses Video zeigt die Bilder der dramatischen Begegnung. Triton ist der größte Mond des Planeten Neptun und etwas kleiner als der Erdmond. Im Jahr 1989 raste die Sonde Voyager 2 mit geöffneten Kameras durch das Neptunsystem. Seine Oberfläche ist reich an gefrorenem Stickstoff, und es gibt Kryovulkanismus.

Der erste Abschnitt im Video zeigt, wie sich Voyager 2 Triton nähert. Der Mond erscheint – abgesehen von einem allgemein falschen Grünton – fast in Echtfarben. Unter der Sonde ist das mysteriöse „Honigmelonen-Gelände“ zu sehen. Es wechselte von hell nach dunkel, als unten der Terminator vorbeizog. Der Terminator ist die Grenze zwischen Licht und Schatten.

Nach der größten Annäherung schwenkte Voyager 2 noch einmal zurück und erfasste den Mond, der sich entfernte. Er war als Sichel zu sehen, die immer kleiner wurde. Im Jahr 2015 flog die robotische Raumsonde New Horizons an Pluto vorbei. Das öffentliche Interesse an der Begegnung war groß. Der Zwergplanet Pluto ist ähnlich groß wie Triton.

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Keogramm: Der Himmel im Jahr 2025

Im Jahr 2025 wurde alle 15 Minuten in den Niederlanden ein Bild des Himmels fotografiert. Dieses Bild kombiniert all diese Aufnahmen. Wir sehen Nacht, Tag, Sonnenwenden, Tagundnachtgleichen, Mondschein, die blaue Stunde und vieles mehr. Das Bild ist waagrecht gestreift, die Nächte zeichnen sich links neben der Mitte als sanduhrförmiges Gebilde ab, das von Blau umgeben ist.

Bildcredit und Lizenz: Cees Bassa (Niederländisches Institut für Radioastronomie)

Was wäre, wenn man den ganzen Himmel – auf einen Blick – ein ganzes Jahr lang sehen könnte? Ungefähr das sieht man hier. 2025 fotografierte eine Allsky-Kamera in den Niederlanden alle 15 Sekunden den ganzen Himmel. Die Zeilen in der Mitte all dieser Bilder wurden ausgerichtet und zu einem Keogramm kombiniert. Oben ist Januar und Dezember ist unten. Die Mitte der Nacht läuft senkrecht links neben der Bildmitte.

Was sehen wir? Das Offensichtlichste ist, dass der Tageshimmel meist blau ist. Die Nachtstunden erscheinen überwiegend schwarz. Zwölf helle Bänder kreuzen den Nachthimmel. Sie stammen vom Schein des Mondes. Zur Sommersonnenwende ist die schwarze Sanduhrform am schmalsten – wie z. B. heute, wenn die Tage am längsten sind. Der breiteste Teil tritt zur Wintersonnenwende auf.

Auch Tagundnachtgleichen sind im Keogramm erkennbar. Beispielsweise liegt das Äquinoktium im Frühling von letztem Jahr auf der Nordhalbkugel bei ungefähr drei Vierteln der Höhe.

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Tagesmond trifft den Abendstern

Hinter dramatischen Wolken leuchtet der von Kratern übersäte Sichelmond am blauen Himmel. Oben gleißt ein heller Lichtpunkt. Es ist die Venus, die bald vom Mond verdeckt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo

Die Venus betritt gerade die himmlische Bühne der Erde als strahlender Abendstern. Mit dem Mond, anderen Planeten und hellen Sternen gleißt sie abends im Westen am Himmel. Als die Sonne am 17. Juni unterging, begleitete das himmlische Leuchtfeuer den jungen, schmalen Sichelmond. An einigen Orten sah man, wie der Mond die Venus verdeckte und vor ihr vorbeizog.

In einer Sternwarte in einem Garten südlich von British Columbia in Kanada fand die Bedeckung durch den Mond bei Tage statt. Diese Aufnahme mit Teleskop zeigt das Ereignis am dramatisch bewölkten Himmel. Die Venus verschwand für eine Stunde. Dann tauchte sie am dunklen Rand des Mondes wieder auf.

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Sternennacht II

Über dem dunklen, schrägen Horizont steigt der Abendhimmel auf. Links steht ein hoher Baum. Der Himmel ist teilweise bewölkt. Rechts oben hängt der junge Sichelmond. Rechts neben dem Baum strahlt ein heller Planet. Vorne steht rechts neben dem Baum eine Staffelei mit dem berühmten Gemälde

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra, Original-Gemälde: Vincent van Gogh

Kommt euch diese Szene bekannt vor? Es ist eine moderne Nachbildung des berühmten Gemäldes La nuit étoilée von Vincent van Gogh. Sowohl das Bild als auch das Gemälde zeigen einen hohen Baum auf der linken Seite, einen Sichelmond oben rechts, den Planeten Venus direkt rechts neben dem Baum, einen im Vordergrund von links nach rechts ansteigenden Horizont und Wolken über dem Horizont.

Zu den Unterschieden gehört, dass das Foto Mitte April dieses Jahres in Cascavel, Brasilien, aufgenommen wurde, während das Gemälde 1889 in Saint-Rémy-de-Provence in Frankreich entstand. Viele sehen die originale Sternennacht als eines der drei berühmtesten Gemälde der heutigen Zeit. Es ist ein Statement über die Wunder des Nachthimmels. Heute jährt sich (ungefähr) der Morgen, an dem van Gogh den Himmel sah, den er später in seiner Version der Sternennacht malte.

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Saturn und Monde, Ringe, Schatten und Wolken (Cassini)

Wir sehen Saturn aus nächster Nähe. Die Ringebene läuft von rechts unten diagonal nach oben. Zwei Monde zeichnen sich vor dem Planeten ab. Die dunkeln Streifen oben sind die Schatten der Ringe auf Saturns Wolkenoberflächen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Eine Reise um den Saturn bietet malerische Ausblicke auf Monde, Ringe und Schatten. So ein eindrucksvoller Anblick bot sich im Jahr 2005. Die Raumsonde Cassini, die um Saturn kreiste, fing ihn ein. Das Bild zeigt die Monde Mimas (links) und Tethys (rechts) zu beiden Seiten der dünnen Saturnringe, die man fast von der Seite sieht. Nach oben hin die fallen die dunklen Schatten der breiten Ringe auf Saturn. Sie offenbaren ihre beeindruckende Komplexität.

Das Bild entstand in violettem Licht und bringt die Textur im Hintergrund zur Geltung: Es sind Saturns Wolken. Cassini umkreiste Saturn von 2004 bis Mitte 2017. Dann wurde das robotische Raumschiff angewiesen, in den Saturn zu tauchen. So wollte man eine Kontamination der Monde verhindern.

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Die Erde zwischen den Planeten

Das linke Bild zeigt die Erde unter den Ringen des Saturn, sie ist mit einem Pfeil markiert. Das Bild stammt von der Raumsonde Cassini. Rechts sind Mond und Erde aus der Perspektive der Raumsonde MESSENGER beim Planeten Merkur zu sehen.
Bildcredit: Cassini-Bildgebungs-Team, SSI, JPL, ESA, NASA und NASA / Labor für Angewandte Physik der JHU / Carnegie Inst. Washington

Am 19. Juli 2013 gab es eine interplanetare Premiere. Die Erde wurde am selben Tag aus der Sicht zweier anderer Planeten im Sonnensystem fotografiert. Ein Bild entstand beim innersten Planeten Merkur, das andere beim Ringplaneten Saturn.

Das linke Bild zeigt die Erde als blassblauen Punkt unter den Saturnringen. Es wurde von der Raumsonde Cassini aufgenommen, die damals um den äußersten Gasriesen kreiste. Am selben Tag machten viele Menschen auf der Erde Schnappschüsse von Saturn.

Im rechten Bild sieht man das Erde-Mond-System vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums. Es stammt von der Raumsonde MESSENGER, die sich damals im Orbit um Merkur befand. Das Bild entstand bei der Suche nach kleinen natürlichen Begleitern des Planeten Merkur. Solche Monde müssten ziemlich lichtschwach sein. Im MESSENGER-Bild sind die hellere Erde und der Mond überbelichtet. Sie strahlen im reflektierten Sonnenlicht.

Cassini und MESSENGER erforschten das Sonnensystem. Mittlerweile haben beide ihre Missionen beendet. Eine Rückkehr zur Erde war für keine der beiden Sonden geplant.

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Charon, einer von Plutos Monden

Der graue, gefurchte Mond Charon hat eine bräunliche Polkappe. Er füllt fast das ganze Bild. Links oben ist ein kleineres, sehr körniges Bild mit einem ausgebeulten schwarzen Fleck eingeschoben.
Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute, U.S. Naval Observatory

Dieses Bild zeigt Charon, Plutos größten Mond. An seinem Nordpol liegt eine dunkle und rätselhafte Region. Sie trägt den inoffiziellen Namen Mordor Macula. Am 14. Juli 2015 nahm die interplanetare Raumsonde New Horizons das hoch aufgelöste Bild auf. Zu dem Zeitpunkt kam sie dem fernen Pluto am nächsten.

Das Bild entstand aus Daten im Blauen, Roten und Infraroten. Deren Verarbeitung verstärkt die Farben und zeigt Details auf Charons Oberfläche, die gerade einmal 2,9 Kilometer groß sind. Wir sehen die Seite von Charon, die immer zu Pluto zeigt. Ein Gürtel aus Rissen und Schluchten umspannt den Mond. Er trennt scheinbar die flachen Ebenen im Süden von der Landschaft im Norden, die mehr Abwechslung bietet.

Charon hat einen Durchmesser von 1214 Kilometern. Das entspricht einem Zehntel der Größe der Erde. Allerdings ist Charon halb so groß wie Pluto selbst. Damit ist Charon im Vergleich zu seinem Hauptkörper der größte Satellit im Sonnensystem. Die körnige Negativaufnahme links oben zeigt den Mond dennoch nur als kleine Beule auf der Ein-Uhr-Position. Sie entstand am US-Marine-Observatorium in Flagstaff. Darauf entdeckten James Christy und Robert Harrington den Mond Charon im Juni 1978.

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