Der Mond geht hinter dem Vulkan Teide unter

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Piano della Moon (Dan Silva)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie sich dreht, verschwindet der Mond langsam hinter dem Berg Teide. Der Teide ist ein Vulkan auf den Kanarischen Inseln. Diese gehören zu Spanien und liegen vor der Nordwestküste Afrikas. Die Menschen im Film sind 16 Kilometer entfernt. Viele blicken in Richtung der Kamera, weil die Sonne hinter dem Fotografen aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht. Das liegt daran, dass die Sonne stets gegenüber dem Vollmond am Himmel steht. Dieses Video entstand 2018 während eines Vollmonds im Frühling. Im Englischen trägt dieser die Bezeichnung „Milk Moon“ (Milchmond). Das Video ist kein Zeitraffer. Der Mond ging wirklich so schnell unter.

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Messier-Krater in Stereo

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Nachthimmel finden sich im berühmten Katalog des Astronomen Charles Messier wieder. Aber auch zwei große und beeindruckende Krater tragen seinen Namen: Sie sind als deutliche Strukturen im ansonsten flachen Mare Fecunditatis (Meer der Fruchtbarkeit) zu sehen. Der Krater Messier (links) ist 15 mal 8 Kilometer groß, während Messier A Ausmaße von 16 mal 11 Kilometern hat.

Die leicht längliche Form wurde durch einen Einschlag im flachen Winkel verursacht. Dieser Einschlag verursachte auch zwei helle Spuren aus Auswurfsmaterial, welche sich über die Mondoberfläche (rechts vom Bild) erstrecken. Das Bild soll mit 3D Brillen (rot-blau, wobei rot am linken Auge sein soll) betrachtet werden. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304 und AS11-42-6305) die während der Apollo 11 Mission zum Mond aufgenommen wurden.

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Titan sehen

Sieben Bilder des Mondes Titan. In der Mitte als gelblich-verwaschene Scheibe. Außenrum als Kugel mit vielen Oberflächendetails, gesehen aus sechs verschiedenen Richtungen.
Bildcredit: VIMS Team, Univ. Arizona, U. Nantes, ESA, NASA

Eine dichte Atmosphäre verhüllt die Oberfläche des größten Saturnmonds Titan. Deswegen ist sie sehr schwierig zu sehen. In der oberen Atmosphäre von Titan schweben kleine Teilchen. Sie bilden einen fast undurchdringlichen Nebel. Er streut sichtbares Licht und verbirgt Details auf der Oberfläche vor neugierigen Blicken.

Titans Oberfläche lässt sich im Infraroten besser beobachten. Infrarote Strahlung wird schwächer gestreut und die Atmosphäre verschluckt weniger davon. In der Mitte seht ihr ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen sind sechs Bilder des Mondes in Infrarot angeordnet. Sie zeigen den Mond in Falschfarben.

Die Bilddaten in Infrarot wurden 13 Jahre lang mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) aufgenommen und einheitlich bearbeitet. VIMS ist ein Spektrometer, das Karten im sichtbaren und infraroten Licht erstellt. Es befand sich an Bord der Raumsonde Cassini, die Saturn von 2004 bis 2017 umrundete.

Für das Jahr 2027 plant die NASA eine revolutionäre Quadrocopter-Mission zu Titan.

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Wellen auf Titan

Videocredit: Una Schneck; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wolltet ihr schon einmal auf einer fremden Welt surfen? Die Suche nach der perfekten Welle können wir nun von der Erde auf das ganze Sonnensystem ausweiten und sogar darüber hinaus. Forschende entwickelten ein neues Modell, das Wellen auf fremden Planeten simuliert.

Titan ist einer von 274 bestätigten Monden bei Saturn. Er ist auch das einzige Objekt im Sonnensystem neben der Erde, von dem wir wissen, dass es auf seiner Oberfläche flüssige Seen und Ozeane gibt. Dieses Video zeigt zwei Simulationen von Wellen auf der Erde und auf Titan nebeneinander. Für beide Himmelskörper sind die Bedingungen gleich. Die Markierung misst in Metern. Wenn eine leichte Brise weht, erzeugt sie auf Titan viel höhere Wellen als auf der Erde, weil die Seen dort mit flüssigen Kohlenwasserstoffen gefüllt sind.

In ein paar Jahren startet die Mission Dragonfly laut Plan der NASA. Sie soll 6 Jahre lang reisen. Um Titan zu erforschen, führt einen Drehflügler mit sich. Die Mission soll auch prüfen, ob der Mond für Mikroben bewohnbar wäre.

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Mond, Venus und die Plejaden

Sieben Bilder des Mondes sind diagonal im Bild angeordnet, darunter glitzern die "sieben Schwestern". Wir nennen sie auch Plejaden oder M45, und so gut wie nie sieht man dort genau sieben Sterne. Das helle Licht rechts ist der Planet Venus.
Bildcredit und Bildrechte: Gianni Tumino; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, die Erde hat nicht vor Kurzem sechs neue Monde bekommen! Heute zeigt APOD ein Weltraumbild, das aus mehreren Aufnahmen kombiniert wurde. Es ist der Abendhimmel vom 19. April über dem südlichen Sizilien. Wir folgen Mond, Venus und den Plejaden, während die Dämmerung in den Abend übergeht.

Zwischen 2023 und 2029 „besucht“ der Mond die Plejaden einmal im Monat, denn sie lieben in der Ekliptik. Sie ist die Ebene des Sonnensystems. Im April 2026 kam auch noch die Venus zur himmlischen Begegnung. Die Plejaden werden auch Messier 45 genannt. Normalerweise sieht man sechs ihrer Sterne mit freiem Auge, und zwar überall auf der Welt. Daher ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden in vielen Kulturen um sie.

In Nordamerika lebt zum Beispiel der Stamm der Haudenosaunee. Sie sehen in den Plejaden sechs Buben. Diese tanzten so begeistert, dass sie in den Himmel abhoben. Forschende der Astronomie fanden kürzlich Tausende weitere Sterne in den Plejaden. Obwohl wir schon Jahrtausende zu ihm hinaufblicken, können wir also immer noch mehr über diesen Sternhaufen lernen.

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Junger Mond und Schwestersterne

Der Sichelmond wird von der Erde beschienen. Wolken dämpfen das helle Licht. Dadurch sieht man die Sterne der Plejaden besser unter dem Erdtrabanten. Durch die Wolkenschleier entsteht eine leichte Mondkorona.
Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Es scheint, als umarmte die Mondsichel die blasse Nachtseite des Mondes. Die dramatische Himmelsszene stammt vom Planeten Erde. Die Aufnahme entstand mit einem Teleobjektiv, das dem Himmel nachgeführt wurde. Sie entstand in der Nacht des 19. April, als der zwei Tage alte Mond auf seiner elliptischen Bahn nahe beim Perigäum stand. An dem Tag kam der junge Mond am Himmel dem Sternhaufen der Plejaden recht nahe.

Wolken dämpften das Mondlicht. Die Schwestersterne der Plejaden sammeln sich unter der hellen Mondsichel, die man hinter einer blassen, farbigen Mondkorona sieht. Erdschein beleuchtet die Nachtseite des Mondes, denn die Erde reflektiert das Sonnenlicht.

Manche nennen das aschfahle Mondlicht den „alten Mond in den Armen des jungen Mondes“. Es wirkt auf der Nordhalbkugel im Frühling heller. In der nächsten Zeit nähert sich der Mond auf seiner Bahn jeden Monat am Himmel der Erde den Plejaden. Die engen Begegnungen sieht man am besten bei Sichelmond.

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Erduntergang am iPhone

Videocredit: NASA, Reid Wiseman; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht ein Erduntergang aus? Reid Wiseman war Kommandant von Artemis II. Er fing beim historischen Flug um den Mond einen weiteren Blick auf die Erde ein. Kommandant Wiseman nahm sein Video mit 8-fachem Zoom auf einem iPhone auf. Es zeigt, wie unser Planet langsam hinter dem Mond verschwindet.

Auf der Erde sinkt die Sonne jeden Tag unter den Horizont. Das liegt daran, dass sich die Erde in rund 24 Stunden einmal um ihre Achse dreht. Der Erduntergang aus Sicht von Artemis II entsteht aber nicht durch die Drehung des Mondes. Vielmehr flog das Raumschiff hinter den Mond (bei ca. 55 Sekunden in diesem Video).

Früher waren Fotos der Erde aus dem All selten. Heute nehmen viele Satelliten sie mehrmals pro Tag auf. Der Satellit SWOT (Surface Water and Ocean Topography) der NASA ist einer von ihnen. Auch die Satelliten Landsat 8 und 9 der USGS gehören dazu. Letztere helfen in der Landwirtschaft bei der Verwaltung von Wasser. Agenturen für Raumfahrt arbeiten heute weltweit zusammen. Dabei liefern sie einzigartige und immer bessere Blicke auf unsere Erde.

Heute ist Tag der Erde

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PanSTARRS und die Planeten

Links im Bild zeigt der Schweif des Kometen Komet C/2025 R3 PanSTARRS nach links oben. Rechts stehen die Planeten Mars, Neptun und Merkur und knapp über den Wolken der Mond. Das Bild entstand in den Bergen.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Komet C/2025 R3 PanSTARRS steht vor Sonnenaufgang am Horizont im Osten, und er wird heller. Man sieht ihn schon mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop. Bei sehr dunklem Himmel erkennt man ihn vielleicht gerade schon mit freiem Auge.

Die Aufnahme entstand am 16. April auf dem Gipfel eines Vulkans auf der französischen Insel Reunion. PanSTARRS ist gut zu sehen, obwohl er mit freiem Auge nicht auffällig war. Der Komet teilt sich den Morgenhimmel im Osten mit den Planeten Mars und Merkur. Beide sieht man mit bloßem Auge. Dazwischen ist der blasse Neptun. Saturn versteckt sich hinter einer Wolkenbank. Dort blinzelt auch der abnehmende Sichelmond hervor.

Dieses Wochenende ist günstig für Leute auf der Nordhalbkugel, um den Kometen PanSTARRS zu beobachten. Die beste Zeit dafür ist etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang. Der Komet wird nun heller und nähert sich seinem sonnennächsten Punkt, den er am 19. April erreicht. Am 26. April steht der Komet der Erde am nächsten, doch er geht wohl im Glanz der Sonne unter. Ende April und Anfang Mai sollte man PanSTARRS auf der Südhalbkugel gut sehen.

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