Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury

Am dämmerigen Abendhimmel leuchten zwei helle Lichter. Im Vordergrund ist eine dunkle Wiese, darauf stehen zwei riesige Steine, die leicht zueinander geneigt sind. Es sind die Megalithe "Adam" und "Eve" der Menhire in Avebury. Am Horizont sind Wolken und die Silhouetten von Bäumen. Direkt neben den Steinen stehen am Himmel zwei helle "Sterne", der hellere steht etwas rechts über dem anderen.
Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Diesen Monat seht ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop. Schaut einfach nach Sonnenuntergang Richtung Westen. Dann seht ihr, wie sie auftauchen, wenn der Himmel dunkler wird. Die beiden hellsten Planeten begegneten sich am 9. Juni bei einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad.

Der innere Planet Venus ist heller und läuft schneller als Jupiter um die Sonne. Deswegen holt sie den äußeren Planeten ungefähr alle 13 Monate auf der Ekliptik ein und zieht dann an ihm vorbei. Etwa alle drei Jahre ist der Abstand dieser Konjunktion zur Sonne so groß, dass man sie in der Dämmerung gut beobachten kann.

Das Bild zeigt den „kosmischen Kuss“ der beiden Himmelslichter am 9. Juni neben zwei großen Megalithen. Sie sind die Überreste einer Menhire in einem Steinkreis. Er steht im britischen Avebury und ist 4000 Jahre alt. Avebury Henge ist größer als Stonehenge und gilt als eine der wichtigsten Kultstätten der Jungsteinzeit auf der Erde.

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