Die rotierende Sonne

Bildcredit: SDO, NASA; Digitale Komposition: Kevin M. Gill

Verändert sich die Sonne, während sie sich dreht? Ja. Die Änderungen sind manchmal nur gering, manchmal aber dramatisch. Diese Aufnahmen in Zeitraffer veranschaulicht die Rotation der Sonne im Laufe eines Monats im Jahr 2014. Sie stammen vom Solar Dynamics Observatory der NASA.

Links seht ihr die Chromosphäre der Sonne in ultraviolettem Licht. Rechts daneben sind sechs kleinere Sonnenbilder. Das hellere Bild links oben zeigt die Photosphäre zur gleichen Zeit in sichtbarem Licht, die uns besser vertraut ist. Die übrigen Bilder zeigen die Röntgen-Emissionen der relativ seltenen Eisenatome. Sie befinden sich in verschiedenen Höhen in der Korona. Hier sind sie in Falschfarben dargestellt, um Unterschiede zu betonen.

Die Sonne braucht etwas weniger als einen Monat für eine ganze Umdrehung. Am schnellsten rotiert sie am Äquator. Kurz nach Beginn des Films rotiert eine große, aktive Sonnenfleckenregion ins Bild. Die Änderungen der Oberflächenstruktur und die Formen der aktiven Regionen sind eher subtil. Aber es gibt auch dramatische Effekte, zum Beispiel zahlreiche Blitze in aktiven Regionen und flackernde, Protuberanzen, die ausbrechen. Sie ragen über den Sonnenrand.

Die Sonne durchläuft gerade ein Minimum an Aktivität in ihrem magnetischen Zyklus, der 11 Jahre dauert. Derzeit ist sie ungewöhnlich ruhig. Gegen Ende des Films rotiert die große aktive Sonnenfleckenregion von früher gezeigt wieder ins Sichtfeld. Doch sie sieht nun anders aus.

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