Der Mond in der East 96th Street

Hinter einer dicht befahrenen Straße geht der Vollmond auf. Durch die lange Sichtlinie am Horizont ist er dunkelgelb und wirkt etwas zerzaust.
Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Am 28. Juni ging in Manhattan über der Upper Eastside ein sehr voller Mond auf. Manche kennen ihn als Erdbeermond. Die Scheibe des Mondes ist in einem warmen Gelb gefärbt. Die lange Sichtlinie am Horizont führte durch die dichte, dunstige Atmosphäre. Dadurch wirkte der Mond ein bisschen zerzaust und matt. Trotzdem passt er auf diesem urbanen Astrobild gut zu den Ampeln und Straßenlampen an der East 96th Street.

Das Bild entstand mit Teleobjektiv im Central Park auf dem Planeten Erde an einem sicheren, höher gelegenen Ort mit Blick nach Ostsüdost. Der Vollmond in der 96. Straße lag zeitlich nahe an der Sonnenwende des Jahres im nördlichen Sommer.

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Messier 24 – die Sagittarius-Sternwolke

Das Sternenfeld M24 ist eine Lücke in den Staubwolken im Schützen. Es bietet einen Blick auf die Sterne im Sagittarius-Spiralarm. Das Bild ist so breit wie 8 Vollmonde. Oben ist eine rötliche Emission.
Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari

M24 ist anders als die meisten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog für ferne Objekte am Himmel. M24 ist keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und auch kein Nebel. Es ist eine Lücke in den nahen Staubwolken zwischen den Sternen. Durch diese Lücke sehen wir die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm unserer Milchstraße.

Wenn ihr die Sternwolke mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sucht, seht ihr durch ein Fenster, das breiter ist als 300 Lichtjahre. Der Blick fällt auf Sterne, die mindestens 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Manche nennen M24 die „kleine Sagittarius-Sternwolke“. Ihre hellen Sterne füllen die linke Seite dieser prächtigen Landschaft am Himmel.

Das Bild entstand mit einem Teleskop und ist etwa 4 Grad breit. Das sind 8 Vollmonde nebeneinander. Es liegt im Sternbild Schütze und zeigt viele kleine, dichte Staubwolken und Nebel im Zentrum der Milchstraße. Dazu gehört auch die rötliche Emission von IC 1284 beim oberen Bildrand.

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Sigma Octantis und seine Freunde

Das Bild zeigt den Stern beim Himmelssüdpol. Sigma Octantis im Sternbild Oktant ist aber so blass, dass man ihn ohne Markierung kaum findet.
Bildcredit und Bildrechte: Frank Sackenheim

Der Südpolstern Sigma Octantis im Sternbild Oktant leuchtet auf dieser sternklaren Weite links. Der 40 Grad breite Ausschnitt zeigt den fernen Südhimmel. Doch ihr müsst sehr genau hinsehen, um ihn zu finden.

Sigma Octantis ist das matte Gegenstück des Polarsterns auf der Südhalbkugel. Er ist etwas mehr als einen Grad vom Südpol des Himmels entfernt. Sigma Octantis heißt auch Polaris Australis. Seine Leuchtkraft beträgt weniger als 5 mag. Damit ist er ungefähr 25 Mal blasser als Polaris. Mit bloßem Auge erkennt man ihn kaum. Er ist vielleicht sogar der blasseste Stern, den man auf einer Nationalflagge findet.

Die Weitwinkelansicht ist äußerst detailreich. Sie zeigt auch die blassen galaktischen Zirruswolken mit viel Staub. Die Zirren werden rechts von den Sternhaufen und Nebeln am südlichen Rand der Ebene unserer Milchstraße begrenzt. Rechts oben leuchtet Gamma Crucis. Er ist der oberste gelbliche Stern im Kreuz des Südens. Rechts über der Mitte findet ihr den langen Dunkles-Dingsda-Nebel im südlichen Sternbild Fliege (Musca).

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Höhepunkte am Sommerhimmel

Die Grafik zeigt die interessantesten Himmelsereignisse im Sommer 2018, zeitlich gereiht und mit veranschaulichter Entfernung.
Illustrations-Nachweis und Bildrechte: Universe2go.com

Was seht ihr diesen Sommer am Nachthimmel? Die Grafik zeigt ein paar Höhepunkte auf der Nordhalbkugel der Erde. Sie ist ein halbes Zifferblatt, unten in der Mitte liegt die Achse. Frühe Ereignisse am (nördlichen) Sommerhimmel sind links angeordnet, Ereignisse im späteren Sommer sind nach rechts aufgefächert. Relativ erdnahe Objekte sind näher bei der Figur mit Teleskop, die unten in der Mitte steht. Doch fast alles, was hier gezeigt wird, sieht man ohne Teleskop.

Jahr für Jahr stehen in jeder Saison dieselben Sternbilder am Himmel. Auch die Meteorströme treten immer etwa am gleichen Tag auf. Die Sterne im Sommerdreieck sind ein Wahrzeichen der Nacht und der Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden tritt wie üblich Mitte August auf.

Eine Besonderheit an diesem speziellen Sommerhimmel ist Jupiter, den man im Juni nach Sonnenuntergang sieht. Im Juli und August leuchtet die Venus hell am Abendhimmel. Saturn und Mars sind diesen Sommer einen Großteil der Nacht sichtbar, denn Saturn steht Ende Juni gegenüber der Sonne, und Mars erreicht die Opposition Ende Juli. Im Juli gibt es für jeden, der den Mond sehen kann, eine totale Mondfinsternis.

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Dunkle Nebel im Stier

Die Wolken im Bild sind rötlich-braun und dunkel. Dazwischen leuchten einige blaue Sterne.
Bildbearbeitung und Bildrechte: Oliver CzernetzDaten: Digitized Sky Survey (POSS-II)

Manchmal ist sogar der dunkle Staub im interstellaren Raum eine stille Schönheit. Ein solcher Ort liegt im Sternbild Stier. Diese Fasern ziehen am Himmel zwischen dem Sternhaufen der Plejaden und dem Kaliforniennebel. Der Staub ist nicht für sein Leuchten bekannt. Stattdessen ist er dunkel und undurchdringlich.

Einige helle Sterne sind sichtbar, weil der braune Staub ihr blaues Licht reflektiert. Andere Sterne wirken ungewöhnlich rot, denn ihr Licht dringt kaum durch eine Säule aus dunklem Staub. Übrig bleibt nur die rote Farbe, nachdem das blaue Licht gestreut wurde. Noch mehr Sterne liegen hinter Staubsäulen. Sie sind so dicht, dass man die Sterne nicht sieht.

Die Szene wirkt ruhig, doch sie zeigt einen ständigen Kreislauf aus Tumult und Neuschaffung. Viele massereiche Knoten aus Gas und Staub kollabieren durch Gravitation und bilden neue Sterne. In den Atmosphären der Sterne entsteht neuer Staub. Die Gestirne zerstören wiederum mit ihrem energiereichen Licht und ihren Sternwinden den alten Staub.

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Hayabusa2 nähert sich dem Asteroiden Ryugu

Die Matrix zeigt 16 Bilder des Asteroiden 162173 Ryugu, die bei der Annäherung der Raumsonde Hayabusa2 entstanden sind. Der Asteroid ist wie ein Diamant geformt. Er wird von Bild zu Bild größer.
Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA, Hayabusa2-Team

162173 Ryugu (Drachenpalast) sieht aus wie ein großer Diamant im Weltraum – mit Kratern. Japans Robotermission Hayabusa2 erreicht nun diesen Asteroiden, der relativ nahe bei der Erde ist.

Die ehrgeizige Mission Hayabusa2 führt eine Armada Sonden mit sich, die abgetrennt werden können. Dazu gehören zwei Impaktoren, vier kleine Schweber für den Nahbereich, drei kleine Geräte für die Oberfläche und der Mobile Asteroid Surface Scout (MASCOT). Er soll auf Ryugus Oberfläche landen, sie untersuchen und dort umherwandern. Die meisten Geräte haben Kameras. Außerdem ist geplant, dass Hayabusa2 auf der Oberfläche Proben sammelt und sie bis 2020 zur Erde schickt. Dort sollen sie genau untersucht werden.

Was wusste man zuvor über den Asteroiden Ryugu? Man kannte seine Bahn, wusste, dass er ist etwa einen Kilometer groß ist, dass seine Oberfläche dunkel ist und er ungewöhnliche Farben reflektiert. Wenn wir Ryugu untersuchen, erfahren wir vielleicht nicht nur mehr über Ryugus Oberfläche und sein Inneres, sondern auch, aus welchen Rohstoffen im frühen Sonnensystem Leben entstanden sein könnte.

Diese Bildserie stammt von der Annäherung der Raumsonde. Sie zeigt Hinweise auf große Felsen und Krater.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Die Raumfähre Atlantis hinterließ eine breite Abgasschwade bei ihrem Start am Abend. Oben scheint noch die Sonne auf die Abgaswolke. Daher wirft sie dort einen Schatten zum Vollmond.
Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start der Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 standen Sonne, Erde, Mond und Rakete beim Start der Raumfähre Atlantis passend für diese fotogene Anordnung in einer Reihe.

Die beste Tageszeit ist etwa zu Sonnenaufgang oder –untergang. Nur dann wirft die Rauchschwade der Raumfähre einen Schatten, der lang genug ist, um bis zum Horizont zu reichen. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf zwei Seiten am Himmel, die einander gegenüber liegen.

Kurz nach Sonnenuntergang stand hier die Sonne knapp unter dem Horizont. In die andere Richtung glänzte der Mond tief über dem Horizont. Als die Atlantis am frühen Abend donnernd abhob, fiel ihr Schatten von der Sonne weg zum Horizont gegenüber, wo der Vollmond stand.

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Curiositys staubiges Porträt

Das Panorama zeigt den Rover Curiosity auf dem Mars. Links daneben ist ein Felsen mit einem Bohrloch. Der Staubsturm trübt die Atmosphäre, sodass der Rand des Kraters Gale im Hintergrund verschwommen ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Ein Lüftchen auf dem Mars kann eine Raumsonde nicht umwerfen. Doch der Mars hat ein sehr schwaches Schwerefeld. Daher können planetenweite Stürme auf dem Mars feine Staubteilchen hochblasen. Das geschah auch bei dem Staubsturm, der gerade auf dem Roten Planeten tobt.

Dieses Selbstporträt des Rovers Curiosity entstand am Sol 2082 (15. Juni) auf der Oberfläche des Mars. Es zeigt die Auswirkung des Staubsturms, der das Sonnenlicht und die Sichtbarkeit am Standort des Rovers im Krater Gale reduziert. Der Mars Hand Lens Imager fotografierte die Einzelbilder für das Mosaik. Sein mechanischer Arm wurde digital entfernt. Auf dem Felsen links vor dem Rover ist Curiositys aktuelle Bohrstelle Duluth. Der ostnordöstliche Kraterrand von Gale ist etwa 30 Kilometer entfernt. Er verschwimmt im Hintergrund.

Curiosity wird mit einer Radionuklidbatterie betrieben. Daher schadet ihn die größer werdende Menge an Staub im Krater Gale wahrscheinlich nicht. Doch der Rover Opportunity, der auf der anderen Seite des Mars steht, bezieht seine Energie von der Sonne. Er stellte seine Aktivität ein, denn an seinem Standort am westlichen Rand des Kraters Endeavour ist ein noch größerer Mangel an Sonnenlicht zu erwarten.

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